Doing Good Challenge
Der Jugendwettbewerb um soziales Engagement

Rotaract BundesSozialaktion 2016/17

 

Im Jahr 2016/17 haben wir zum ersten Mal den Schülerwettbewerb "Doing Good Challenge" als Rotaract BundesSozialaktion unter der Schirmherrschaft von BM Manuela Schwesig ausgerufen. Gesucht waren Deutschlands beste Sozialaktionen, durchgeführt von Jugendlichen im Alter von 14 bis 21 Jahren.

Schulen und Gruppen mit über 11.000 Schülerinnen und Schülern haben sich beteiligt! 

"Eine riesen organisatorische Leistung, tolle Gewinne, eine Super-Idee und alle sind mit so viel Spaß dabei! Das ist schon außergewöhnlich, vielen Dank dafür", ist nur eine der vielen positiven Rückmeldungen, die wir für unsere Arbeit erhalten haben.

Hier geben wir Euch ein paar Eindrücke eines arbeitsreichen, aber auch tollen und motivierenden Jahres, das allen Beteiligten - ob Organisatoren oder Wettbewerbsteilnehmer - sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Die Preisverleihung in Berlin

Im Mai 2017 ehrten wir unsere Preisträger im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Berliner Mövenpick-Hotel. Zahlreiche Bundestagsabgeordnete ließen es sich nicht nehmen, die Teams aus ihrem Wahlkreis vorher noch zu sich in den Bundestag bzw. ins Abgeordnetenhaus einzuladen oder sogar direkt bei der Preisverleihung vorbeizuschauen.

Bei der Preisverleihung wollten wir nicht nur unseren Gewinnern die maximale Wertschätzung und Anerkennung für ihr außergewöhnliches Engagement zukommen lassen, sondern sie auch miteinander vernetzen und zum Erfahrungsaustausch anregen. Zu diesem Zweck hatten wir Stellwände mit den Projektbeschreibungen der Gewinnerteams aufgestellt, um die herum sich schnell angeregte Gespräche und Diskussionen ergaben.

Aber das wichtigste für alle war natürlich die Preisvergabe. Nachdem alle Aktionen nochmals im Plenum vorgestellt waren, konnte Frau Miriam Junker-Ojo vom BMFSFJ die Gewinnerteams aufrufen und ihnen die Urkunden und Preise überreichen. Alle haben sich riesig gefreut. Aber besonders groß war der Jubel dann bei den Gewinnern des Gruppenpreises, der Namaste Nepal sAG. Wir konnten die Schülergruppe, die für die Preisverleihung zusammen mit Eltern und Lehrern in "Bus-Stärke" angerückt war, neben ihrem Projektzuschuss auch noch mit der Nominierung zum Deutschen Engagementpreis überraschen. 

 

USA-Reise für Gewinnerteam 

Für unser Gewinnerteam "KT Sozial" ging es für zwei Wochen in die USA. Das fünfköpfige Team aus Flensburg erlebte das Land, wie es Touristen nie sehen werden. 

Die Rotary Clubs von Washington, Charlottesville und New York erwiesen sich als herzliche Gastgeber und ermöglichten es den Jugendlichen, in Gastfamilien zu übernachten. Hierbei konnte so manches Gespräch am Frühstücks- oder Abendtisch zur politischen Situation oder zum Gesundheitswesen in den USA geführt werden. Ein volles Programm sorgte für manch weiteren Blick "hinter die Kulissen".

So besuchten die Jugendlichen die Riverside High School und nahmen für einen Tag am Unterricht teil, wurden in der Deutschen Botschaft von Holger Mahnicke, zuständig für Kommunikation und Kultur, empfangen und diskutierten mit ihm über deutsche Außenpolitik, präsentierten ihre Projektidee bei mehreren Rotaract-, Interact- und Rotary-Clubs, durften den US-Kongress und -Senat erleben, besichtigten die US-Naval-Academy in Annapolis zusammen mit einem Absolventen, trafen die Jahresaustauschschüler von Rotary bei einem Wochenende in Charlottesville, und, und, und ....

 

 

 

 

 

 

 

 

Europareisen für 5 weitere Teams

Für fünf weiter Teams ging es für eine Woche in europäische Länder: nach Schweden, Italien, Griechenland und Großbritannien. Auch hier wurden die Reisenden von Rotariern oder Rotaractern betreut und konnten so das Land durch die Augen ihrer Gastgeber erleben.

Bei so mancher Besichtigung wurden den Jugendlichen die Erfahrungen des 2. Weltkrieges aus der Perspektive der Gastgeber vermittelt, wie z.B. im Marine-Museum von Malmö oder in der Kathedrale von Canterbury. Auch bei diesen Gruppen gab es Schulbesuche, es wurde gemeinsam gekocht und viel unternommen. Am Ende der Aufenthalte standen neue Freundschaften und ein besseres, gegenseitiges Verständnis für die unterschiedlichen Kulturen.

 

 

Hinter den Kulissen des Europaparks Rust

Die Drittplatzierten unseres Wettbewerbs verbrachten ein erlebnisreiches Wochenende im Europapark Rust. Bei einem gemeinsamen Grillabend lernten sich die Jugendlichen kennen und konnten ihre Erfahrungen im Rahmen der Doing Good Challenge austauschen.

 

Der Europapark Rust war nicht nur einer unserer Hauptsponsoren des Wettbewerbs, das Familienunternehmen engagiert sich auch selbst mit gleich zwei gemeinnützigen Vereinen zu sozialen Belangen und vermittelte diesen Ansatz während einer Einführungspräsentation den Gästen: "Santa Isabel e.V." hilft Kindern und Familien, die ein schweres Schicksal zu ertragen haben (www.santa-isabel-ev.com), "Einfach Helfen e.V." (www.einfachhelfen-ev.de) hat sich zum Ziel gesetzt, Personen und Familien unkompliziert zu helfen, die durch eine schwere Krankheit oder Schicksal in Not geraten sind.

Einen ausführlichen Einblick hinter die Kulissen des Europaparks Rust gaben dann Jürgen Mack und Jonas Löffler vom Europapark. Die Jugendlichen konnten etwas über die unterschiedlichen Qualifikationen erfahren, die zum Betrieb eines solchen Parks mit über 3.500 Beschäftigten notwendig sind, vom Gärtner und Schreiner bis zum Grafiker und Techniker. Auch durften wir die unterschiedlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel das große Logistikzentrum, sehen. Aufschlussreiche Antworten, wie man denn zu einem Arbeitsplatz oder zumindest zu einem Praktikum im Europapark kommt, gab es obendrein.

Natürlich bestand auch genügend Zeit, den Park zu erleben. Trotzdem hatten wir uns eine gemeinsame Sozialaktion für das Wochenende vorgenommen. Während sie in den Warteschlangen standen, fragten unsere Preisträger andere Besucher "Was sollten wir für Europa tun?" und kamen darüber mit ihnen über Europapolitik und soziales Engagement ins Gespräch. "Keine Vorurteile", "Zusammenhalt", "Individualität, Kultur und Sprache bewahren", "Güterverkehr erleichtern", "Mehr Schüleraustausche innerhalb Europas", "Um die wirklich wichtigen Dinge kümmern", "Einheitliche Regeln für Steuer- und Abgasnormen", "Angleichung von Lohnniveau und Lebenshaltungskosten", "Grenzschutz", "Mehr Toleranz", "bessere Zusammenarbeit" waren nur einige der Kommentare, über die unsere Preisträger mit den anderen Parkbesuchern diskutierten.

 

Viele Projektideen ...

Bewusst haben wir bei dem Wettbewerb keine inhaltlichen Vorgaben hinsichtlich der Zielsetzung der Aktionen gemacht - solange sie gemeinnützigen Charakter hatten. Uns war wichtig, dass die Jugendlichen selbst ihre Präferenzen setzen und sich damit maximal mit ihren Aktionen identifizieren.

Daraus ergaben sich die nebenstehenden Zielsetzungen der Aktionen. Sie wurden von unseren Preisträgern mit viel Kreativität ausgeführt. Nachfolgend möchten wir daher die Aktionen und Projekte kurz vorstellen. Wir hoffen, damit auch Anstöße für eine eigene Umsetzung und Ausgestaltung zu geben.

 

 

 

Handyführerschein für Senioren und Nepalhilfe

Unsere beiden Hauptpreisträger Team "KTSozial" und die "Namaste Nepal sAG" haben eindrucksvoll gezeigt, was Jugendliche alles bewegen können.

Team "KTSozial"

das sind Kilian, Nick René, Aliya Sophie, Viktoria und Hanno von der Kurt-Tucholsky-Schule in Flensburg.

Das Team organisierte ein „Smartphone-Coaching“ für Senioren. Ziel war es, den Senioren den Umgang mit Smartphones zu erleichtern und damit ihre Kommunikation mit Freunden und Verwandten - insbesondere der jüngeren Generation - zu verbessern. 

Während einer 1:1 Betreuung erhielten die Senioren eine individuelle Schulung zu ihrem Smartphone und machten damit den „Handyführerschein“. Das Team wurde unterstützt von der ganzen Klasse. Sie half nicht nur beim Coaching sondern auch bei der Bewirtung der Senioren in den Pausen mit selbst zubereiteten Speisen.

Insgesamt wurden so über 300 Senioren an mehreren Terminen in den Umgang mit ihrem Smartphone eingewiesen.

Gefällt mir


Namaste Nepal sAG Buchen

ist eine gemeinnützig engagierte Schülerfirma der Abt-Bessel-Realschule Buchen.

Aus einer Unterrichtssituation heraus entstand die Schülerfirma, die in Kooperation mit einem Schulprojekt aus Freiberg/Sachsen die Region Gati in Nepal unterstützt. Zu diesem Zweck wurde von den Freibergern in Kathmandu die Nichtregierungsorganisation (NGO) „Namaste Nepal Kathmandu“ gegründet und ein Projektmanager in Nepal eingestellt. Ziel ist es die Bildung in Gati und insgesamt 5 umliegenden Dörfern zu fördern. 

Im vergangenen Jahr wurden so über 12.000 Euro Spendengelder in Buchen gesammelt und erwirtschaftet. Von Bergbauern aus Nepal werden direkt über das Freiberger Projekt grüne Kaffeebohnen eingekauft, importiert und in Miltenberg exklusiv für die Realschule geröstet, in der Schule weiterverarbeitet und unter eigener Marke verkauft.  


Mittlerweile leben von diesem Engagement 160 Bergbauern und deren Familien in Nepal. Der Erlös fließt wieder zurück in den Aufbau von Schulen, Kindergärten, einer medizinischen Grundversorgung und Projekte, die die Selbstversorgung in den Dörfern stärken, wie den Aufbau einer eigenen Kaffeeplantage oder Unterstützung von Frauen, die sich als Näherinnen selbstständig machen wollen. Im Nachbardorf Sotang wird gerade eine neue Schule gebaut, für die die Abt-Bessel Realschule die Patenschaft im Rahmen eines Kooperationsvertrages am 9. Dezember 2016 übernommen hat. 

Das Besondere für die Schüler ist der direkte Kontakt nach Nepal, der über regelmäßige Skype Konferenzen mit den Projektleitern gepflegt wird. Es steht keine Organisation dazwischen. Der Aufbau und die Unterstützung der Schulen, sowie der Import des Kaffees liegt ausschließlich in der Hand des Schulprojektes, so dass jeder Euro ohne Umwege direkt bei den Menschen in Nepal ankommt und die Schüler mit entscheiden, wie das Geld investiert wird. Projekte in den Dörfern werden gemeinsam mit den Dorfbewohnern erarbeitet und die Dorfgemeinschaft beteiligt sich auch zu 30% an den Kosten, so dass die Menschen selbst auch hinter den Projekten stehen. Entscheidend ist, dass die Schüler die Möglichkeit erhalten, das Projekt vor Ort zu besichtigen und in Workshops direkt mit den Dorfbewohnern zu arbeiten. 

Gefällt mir


4. und 36. Platz beim Deutschen Engagementpreis

Als nominierter Wettbewerbsausrichter kann Doing Good Challenge e.V. seine Hauptpreisträger beim Deutschen Engagementpreis einreichen. 

Beim Publikumsvoting 2017 haben unsere beiden Gewinnerteams "Namaste Nepal sAG" und "KTSozial" den 4. bzw. 36. Platz belegt (von über 680 Nominierungen). Wir gratulieren den beiden Teams zu diesem großartigen Erfolg und danken allen, die für sie gestimmt haben!



Weitere Gewinnerteams und Projektideen

Für ein soziales Engagement von Jugendlichen gibt es viele Ansätze und Möglichkeiten. Dies zeigen auch die weiteren Gewinnerteams der Doing Good Challenge 2016/17.


Fotokalender für Fundraising

Laura, Katja und Annika vom Otto-Hahn-Gymnasium in Furtwangen machten ein Fotoshooting mit Jugendlichen und deren Geschwistern in einer Nachsorgeklinik. Hierbei entstanden wunderschöne Bilder, mit denen die drei einen Jahreskalender gestalteten.  

Dieser Kalender wurde verkauft und der Erlös der Kinderklinik zum Kauf von Spielen gespendet. Für ihre Sozialaktion konnten die drei den Bürgermeister der Stadt Furtwangen als Schirmherren gewinnen. Dies brachte zusätzliche Aufmerksamkeit für die Aktion und die Nachsorgeklinik.


Kochwettbewerb für Grundschüler

Ali, Lennart, Daniel, Angelina und Hamza aus Berlin veranstalteten einen Kochwettbewerb und brachte dafür die Regel- und Willkommensklassen einer Grundschule zusammen. Durch die Zusammenarbeit von Kindern verschiedenster Kulturen in einem Team sollten die Kinder lernen, ein gemeinsames Ziel zu erreichen und dabei alle Herausforderungen kreativ im Team zu lösen.   

"Integration von geflüchteten Kindern", "Bewusstsein schaffen für gesunde Ernährung" und "Vermittlung von Teamplay" - die Aktion deckte damit gleich mehrere Themenbereiche ab.         


Basteln mit Hospiz-Kindern

Susann, Tanja, Antonia, Patricia und Anna Maria vom BBZ Meiningen sowie ihre ganze Klasse beschäftigten sich mit der Situation eines Hospizes für unheilbar und lebensverkürzend erkrankte Kinder. Im Vorfeld eines Aktionstages im Hospiz wurden Spenden gesammelt (da die Einrichtung keine staatl. Förderung erhält), Kuschelkissen für die Kinder genäht und Schutzengel gebastelt. Am Aktionstag selbst boten mehrere Teams unterschiedliche „Unterhaltungsstationen“ für die Kinder an.  

Das Team bastelte mit den Kindern Collagen aus Gewürzen. Die Kinder hatten viel Freude am Basteln. Indem sie sich mit dem Duft und der Textur der Materialien auseinandersetzten, wurden aber auch andere Sinne angesprochen. Es entstanden tolle Kunstwerke, die bei den Kindern Erinnerungen an schöne Zeiten wachriefen.

    

Frühlingsfest für Demenzkranke

Anouk, Liv, Maja und Zehra von der Glocksee Schule Hannover organisierten ein Frühlingsfest für die Demenzkranken eines Seniorenheimes und bauten verschiedene „Kreativ- und Spielstationen“ auf. So wurden zum Beispiel Blumen gepflanzt oder die Teilnehmer konnten sich im Ringe-Werfen üben. Ziel war es, den Senioren einen abwechslungsreichen Tag zu bieten, bei dem sie durch ausgewählte Aktionen motorisch und mental aktiv werden und Freude am Miteinander haben.  

Mit der Aktion schaffte das Team ein Angebot geschaffen, das weit über die Möglichkeiten des „Regelbetriebes“ eines Seniorenheimes hinausgeht.              


Kinderrechts-Festival

Lara, Amisha, Bela Felix, Tabea und Berit aus Bonn luden Kinder im Alter von 5-13 Jahren aus verschiedenen sozialen Schichten zu einem „Kinderrechtsfestival“ ein. Ziel war es, einen schönen Tag für die Kinder zu gestalten und ihnen nebenbei etwas über „Kinderrechte“ zu vermitteln. Es wurde gespielt, getanzt, gemeinsam Sport gemacht und gekocht. In Gruppen studierten die Kinder etwas ein und brachten es am Ende des Tages vor Geschwistern, Eltern, Großeltern und Freunden zur Aufführung.  

Das Team hat damit ein schwieriges Thema aufgriffen und es auf wundervolle Art den Kindern und ihren Familien vermittelt. Für einige Kinder war es das erste Mal, dass sie etwas über ihre Rechte erfahren haben. So kam auch ein schockierender Fall ans Licht, der aber nun sicherlich den Lebensweg des Kindes stark verändert hat.   

    

Kochen mit Geflüchteten

Susanna, Denise, Chantal, Alessia und Anna von der IGS Gerhard Ertl in Sprendlingen engagieren sich für die Integration von sozial Benachteiligten, Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten. Gemeinsames Kochen mit gespendeten Lebensmitteln, gemeinschaftliches Essen und anschließend spielerische Aktivitäten sollen nicht nur ein Zeichen für „Integration“ sondern auch gegen die „Verschwendung von Lebensmitteln“ setzen. Das Team konzipierte dieses Vorgehen, mobilisierte Unterstützer und organisierte eine Auftaktveranstaltung und eine Spendenaktion beim Schulfest.  

Das Team hat ein Projekt konzipiert, das verschiedene Elemente (Spenden- und Lebensmittel sammeln, gemeinsam Spielen und Kochen, Interaktion mit anderen etc.) großartig miteinander kombiniert und dabei auch sehr stark auf Kommunikation und „Voneinander Lernen“ setzt. 

    

Kulturaustausch mit Flüchtlingsfamilien

Verena, Laura und Lisa aus Prenzlau organisierten einen Austausch zwischen geflüchteten und deutschen Familien. Den erwachsenen Geflüchteten wurden dabei die kirchliche Ostergeschichte und deutsche Ostertraditionen nahe gebracht. Die Kinder konnten gemeinsam basteln, spielen und Ostereier bemalen. Ziel war es, die Geflüchteten einfach einmal aus ihren teils tristen Unterkünften herauszuholen und durch gezielte Vermittlung von deutschen Traditionen deren Integration zu fördern.  

Für die Kinder, die – wenn sie nicht in einen Kindergarten gehen – kaum in Kontakt zu deutschen Kindern kommen, war es sicherlich ein schönes und einprägsames Erlebnis, das ihre Offenheit für die fremde Kultur fördert.           


Kochen und Spielen mit Kindern aus suchtbelasteten Familien

Luise Catherine, Malte Jakob und Soliman aus Bonn wollten Kindern aus suchtbelasteten Familien einen Wunsch erfüllen und sie durch einen Tag voll Spaß und Freude für einen Moment die alltäglichen Probleme vergessen lassen. Hierzu empfing das Team die Jugendlichen mit selbst kreierten, alkoholfreien, bunten Cocktails.  

Mit Begeisterung und Ausdauer wurde anschließend gemeinsam über 5 Stunden ein 3-Gänge-Menü gekocht und genossen, unterbrochen durch heitere Kickturniere, lustige Kreativspiele, Toben und immer neuen Cocktail-Kreationen.           

 

Verschönerung einer Flüchtlingsunterkunft

Maura, Gesa, Natalia, Mia und Verena vom Johanneum zu Lübeck halfen schon seit einer Weile in einer Flüchtlingsunterkunft. Dabei fiel ihnen auf, wie trist und wenig ansprechend die Unterkünfte sind. Für die DGC entwickelte das Team daher eine Aktion, bei der es zusammen mit Kindern und Jugendlichen bunte Banner malte.  

Ziel war es, mit Flüchtlingskindern deren Unterkunft bunter und individueller zu gestalten und ihnen Abwechslung zu bieten. Dabei sollte auch die Gemeinschaft untereinander gefördert werden.        

  

Ratgeber für Mitschüler

Sofie, Lara, Lena-Marie, Thom und Mira von der Friedrich-Spee Realschule plus in Neumagen-Dhron engagieren sich als Streitschlichter, Schülerpaten und Klassensprecher. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass es Situationen gibt, in denen ihre Mitschüler einfach nicht mehr ansprechbar sind – weder von Lehrern noch von Gleichaltrigen. Eine solche Krisensituation ist für sie ein Notfall, und hierfür haben sie ein Hilfe-/Ratgeber-/Notfall-Buch geschrieben.  

Das Buch soll verzweifelten Mitschülern helfen, damit sie sich nicht isolieren und sich ihre Probleme sich nicht noch verschlimmern, sie aufmuntern, ermutigen und ihnen Tipps geben. Den Druck des Buches finanzierte das Team über den Verkauf von selbstgebackenen Donuts in der großen Pause. Das Buch wurde dann in der Lehrer-Gesamtkonferenz und bei einer SV-Sitzung bekannt gemacht.      

       

Unterstützung einer Tiertafel

Michelle, Sophie und Alina von der Erich-Kästner-Realschule Brühl sammelte Futterspenden für die „Tiertafel RheinErft“ und half zusätzlich bei der Futterausgabe und bei Lagerarbeiten. Ziel war es, bedürftigen Menschen und ihren Tieren zu helfen. Kein Napf sollte leer bleiben und die Besitzer sollen ihren „besten Freund“ nicht durch finanzielle Nöte verlieren.  

Es wurde viel telefoniert und E-Mails geschrieben, und am Ende der Sammelaktion konnte das Team einen ansehnlichen „Berg“ an Futtermitteln an die Tiertafel übergeben.          

  

Renovierung eines Waldkindergartens

Max P., Max R., Stefan Marian, Michel und Jacline von der Schule Conventz in Roetgen haben einen Spielplatz und Waldkindergarten renoviert, der direkt neben einem Wildschweingehege mit 30 Tieren liegt. Damit Kinder diese einmalige Möglichkeit der Tierbeobachtung gerne nutzen, haben die fünf das Gelände des Waldkindergartens so aufgewertet, dass die Kinder dort eine schönere Zeit in der Natur verbringen können.  

Das Team hat gemalert, Bänke restauriert und sogar eine neue Feuertonne aus Schrottmaterial geschweißt. Bei der Auswahl der verwendeten Materialien legte das Team besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und Wiederverwertung.         


Spendenlauf für Waisenhaus

Yonca-Lena, Fabian, Moritz, Steven und Joas von der Kirnbach Realschule Niefern veranstalteten einen Spendenlauf, mit dem der Bau eines Waisenhauses in Burkina Faso für „Erde der Kinder“ unterstützt wird. „Erde der Kinder e.V.“ ist ein Verein in Niefern-Öschelbronn. Es besteht ein regelmäßiger, persönlicher Kontakt nach Burkina Faso, so dass die Spendengelder ohne Verwaltungsaufwand 1:1 den Waisenkindern zugutekommen (www.erdederkinder.de).  

Für den Spendenlauf hat das Team schon Monate vorher Sponsoren gesucht und sich um die Planungen gekümmert. Alle Schulklassen und auch viele Lehrer nahmen an dem Lauf teil. Am Ende kamen 2.700 Euro für das Waisenhaus zusammen.    


Wunschbaum für Kinderheim

Paula, Luisa und Friederike von der Städtischen Realschule Lüdinghausen erfüllte mit Hilfe eines „Wunschbaumes“ den Kindern in den umliegenden Kinderheimen, da sie sonst vermutlich keine Weihnachtsgeschenke bekommen hätten, einen Weihnachtswunsch.  

Die Kinder durften einen Wunsch äußern, der dann auf einem Stern an den Baum gehängt wurde. Interessierte konnten die Sterne abnehmen, das entsprechende Geschenk kaufen und bei der Schule abliefern. Pünktlich zu Weihnachten wurden die Geschenke an die Kinderheime verteilt.         


Singen für Obdachlose

Nadja, Brian, Ilknar Zehra und Batul von der Erich-Kästner-Oberschule in Laatzen unterstützte in Hannovers Innenstadt die Verkäufer/innen von „Asphalt“, ein Obdachlosenmagazin, musikalisch beim Verkaufen, um damit auf die besondere soziale Situation der Verkäufer/innen und den Verkauf selbst aufmerksam zu machen. Asphalt bietet Obdachlosen und anderen Bedürftigen die Möglichkeit auf einen Wiedereinstieg in ein geregeltes Leben.  

Das Team hat mit seinen Auftritten in der Fußgängerzone nicht nur sich selbst in die manchmal sicherlich etwas frustrierende Situation der Verkäufer/innen versetzt, sondern auch richtig Stimmung gemacht. Intensiv wurde Medienarbeit betrieben, von Zeitungsartikeln bis hin zu Radiobeiträgen und damit gezeigt, dass für den Erfolg von sozialem Engagement und einer Sozialaktion auch gute Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist.


 Doing Good Challenge als Rotaract Bundessozialaktion 2016/17!

Rotaract in Deutschland führt jedes Jahr eine große, bundesweite Aktion durch, an der sich die rund 180 deutschen Rotaract Clubs mit ihren über 3.000 Mitgliedern beteiligen. Mit der "Doing Good Challenge" als Bundessozialaktion 2016/2017 wollte Rotaract einen Fokus auf soziales Engagement von Jugendlichen setzen. 

Organisiert wurde die "Doing Good Challenge" von Rotaract in Deutschland, mit aktiver Unterstützung von Interactern und Rotariern.